Grußwort BUNDESGESUNDHEITSMINISTER Jens Spahn

  

Grußwort von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für den Freiburger Infektiologie- und
Hygienekongress 2018

 

Jeden Tag leisten Millionen von Menschen in den Gesundheitsberufen Großartiges für die Patientinnen und Patienten in Deutschland. Gerade im Bereich der Hygiene und des Infektionsschutzes bleibt der Applaus für eine gute Leistung leider viel zu oft aus. Im Gegenteil: Eine ausbleibende Infektion bei einer erfolgreichen Operation wird als Normalfall, als selbstverständlich wahrgenommen.

Selbstverständlich ist das aber leider immer noch nicht. Das zeigt eine zu hohe Zahl vermeidbarer Infektionen etwa in Krankenhäusern. Unser sehr gutes Gesundheitswesen kann also noch besser werden und der Infektiologie- und Hygienekongress in Freiburg macht darauf aufmerksam, wie das geschehen kann. Ich bin dem Deutschen Beratungszentrum für Hygiene sehr dankbar, dass es diejenigen zusammen bringt, die in ihrem täglichen Tun etwas bewirken können, etwa in Bezug auf Krankenhaushygiene, aber auch beim sparsamen und gezielteren Einsatz von Antibiotika. Sehr gerne habe ich dafür die Schirmherrschaft übernommen, denn auch die Bundesregierung arbeitet für spürbare Verbesserungen beim Infektionsschutz und bei der Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen. Mit der Umsetzung der Deutschen Antibiotika Resistenzstrategie DART 2020 fördern wir das Bewusstsein für den sparsamen Einsatz von Antibiotika in Human- und Tiermedizin weltweit. Auch mit der geplanten Fortsetzung des Hygieneförderprogramms für Krankenhäuser untermauern wir die wichtige Rolle der Hygiene für eine höhere Patientensicherheit.

Dass es nicht kompliziert sein muss, den Infektionsschutz sichtbar im medizinischen Alltag zu platzieren, das beweist die Aktion Saubere Hände. Vor zehn Jahren mit Unterstützung des Bundesgesundheitsministeriums ins Leben gerufen, wird diese sehr erfolgreiche Initiative mit dem „Hygiene-Mobil“ auf dem Kongress gegenwärtig sein. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünsche ich einen ergiebigen Austausch, gelungene Fortbildungen und viele neue Erkenntnisse für ihre wertvolle Arbeit in unserem Gesundheitswesen!

 

Ihr  

Jens Spahn